Fragen über Fragen anlässlich einer Gemeinschaftsausstellung

Wie seid ihr vier eigentlich zusammengekommen?

Wir haben uns vor Jahren in Italien während eines Malaufenthaltes kennen gelernt. Das war in einem Convento, einem aufgelassenen toskanischen Kloster. Dort fiel der Entschluss, langfristig etwas miteinander zu machen.

Was verbindet euch?

Mut und die Freude am künstlerischen Austausch. Außerdem sind wir eine Art Notgemeinschaft: Wir waren alle nicht an der Akademie und haben deswegen keine Connections.

Malt ihr auch zusammen?

Andi und Mike teilen sich zusammen ein Atelier, und regelmäßig treffen wir uns, um gemeinsam ein Projekt anzugehen.

Gibt es manchmal Streit?

Aber ja! Zum Beispiel wenn es mal wieder einer nicht "schafft", seine Texte rechtzeitig abzugeben und die anderen hängen lässt. Ich bin ein solcher Kandidat.

Nun einmal zu dir: Wie bist du Künstler geworden?

Ganz ehrlich, das weiß ich nicht. Ich glaube, ich war es schon von Geburt an.

Was treibt dich an?

Das Bedürfnis, etwas Neues zu schaffen. Etwas mit meinen Händen entstehen zu lassen. Und da ich ein Zeichner bin, werden daraus dann eben Zeichnungen.

Was ist deine Botschaft an die Welt?

No guru, no method, no teacher.

Jetzt mal ernsthaft! Was möchtest du ausdrücken?

Es klingt vielleicht seltsam, aber eigentlich gar nichts. Ich denke, etwas drückt sich durch mich aus, ohne dass ich allzu großen Einfluss darauf habe.

Der große Unbekannte?

Warum nicht.

Wohin willst du mit deiner Arbeit kommen?

Reich und berühmt werden! Blöder Witz. Nein, ich möchte bestimmte Ziele erreichen.

Welche Ziele sind das?

Einfach die künstlerischen Ideen, die ich habe, möglichst gut Wirklichkeit werden zu lassen … Und dann natürlich Ruhm und Reichtum.

Warum Masken?

Man kann sich prima dahinter verstecken und jemand anderer sein. Diese Antwort trifft, glaube ich, für die anderen zu. Ich selbst trage immer eine unsichtbare Maske. (Lacht.)

Kannst du uns noch etwas mitgeben? Ein Bonmot, eine kleine Weisheit?

Cast a cold eye on life, on death. Horseman pass by. (W. B. Yeats)